GRS kompakt auf einen Blick
Die Grund- und Realschule Villingendorf stellt sich vor
Mit dem Schuljahr 2025/26 hat sich unsere Schule von einer Grund- und Werkrealschule zu einer Grund- und Realschule weiterentwickelt. Die GRS ist eine ländlich geprägte Schule mit einem auch am Logo ablesbaren kulturellen Schulprofil. Die Grund- und Realschule ist eine „Ganztagsschule in offener Form“, das heißt die Kinder und Jugendlichen können die Ganztagsangebote annehmen, müssen dies jedoch nicht. Die Unterrichtszeiten in der Realschule und in der Werkrealschule sind grundsätzlich von 8.20 Uhr bis 12.30 Uhr sowie 13.35 Uhr bis 16 Uhr an zwei Nachmittagen (Dienstag und Donnerstag). In der Grundschule haben die Kinder ab der zweiten Klassenstufe einmal Nachmittagsunterricht. Die flexiblen Angebote des Ganztags starten bereits ab 7.00 Uhr, umfassen einen Mittagstisch in der hauseigenen Mensa und schließen um 17 Uhr (freitags um 16 Uhr). Dabei sind verschiedene Module wie Lernzeiten, die federführend von Lehrkräften betreut werden und attraktiven AGs buchbar.
Warum sich 5. Klässler für die GRS Villingendorf entschieden haben?
Unsere Schule besteht aus zwei Gebäudekomplexen, der Grundschule sowie der Realschule mit den verschiedenen Fachräumen, unter anderem einer modernen Schulküche, die vor wenigen Jahren von Fernsehkoch Tim Mälzer eingeweiht wurde. Die zwei Gebäudeteile werden durch den bewegungsfreundlichen Pausenhof getrennt. Verbunden werden diese durch die neue Mehrzweckhalle mit Turn- und Bewegungslandschaft (TuB) sowie die Mensa. Jedes Klassenzimmer ist modern, digital und ansprechend ausgestattet. Neben der Schülerbücherei, den Schulhühnern und dem Schulgarten, erwarten einen zahlreiche Angebote in Neigungsbereichen aus Sport, Kunst, Technik und Freizeitgestaltung.
Lage
Die Grund- und Realschule mit ihrem großzügigen Campus liegt im Herzen der Gemeinde Villingendorf, acht Kilometer nördlich von Rottweil verkehrsgünstig für die Umlandgemeinden gelegen.
Schulgemeinschaft
Insgesamt gehen bei uns rund 440 Schülerinnen und Schülern aus zahlreichen Umlandgemeinden zur Schule, davon sind es rund 170 Grundschüler und rund 270 Werkreal- und Realschüler, unterrichtet von rund 40 Lehrkräften und unterstützt von weiteren fünf Mitarbeiterinnen im Ganztag sowie einer Schulsozialarbeiterin und einer Beratungslehrerin (Stand Schuljahr 25/26).
Grundschüler kommen zu uns, weil sie das Klassenlehrerprinzip und das pädagogische Konzept im Unterricht mit themenorientierten Projekten (TOP), Lesewelt, Schulobst und das freiwillige Angebot einer Bläserklasse in Klassenstufe 3 und 4 in jahrgangsgetrennten Klassen und die flexible Option des Ganztags bevorzugen. Die enge Kooperation mit den Kindertagesstätten mit dem Projekt "Sprachfit" ermöglicht einen optimalen Übergang in die Schule.
Fünftklässler entscheiden sich für uns, wenn sie eher praktisch begabt sind, handlungsorientierte Unterrichtskonzepte in klaren Strukturen schätzen und auf einem grundlegenden bzw. mittleren Niveau des Lernens nicht überfordert werden wollen. Besonders die kleinen Klassen (im Durschnitt 20-25 Schülerinnen und Schüler pro Klasse) und die einzigartigen Konzepte, wie das Grüne Klassenzimmer, die Apfelklasse und die Irlandklasse sowie das große Angebot an Berufsorientierungsmaßnahmen in der Kompassklasse und die zielgerichtete Ausgestaltung der Übergänge in die duale Ausbildung, aber auch auf weiterführende Schulen, ziehen die Schülerinnen und Schüler an. So haben sich die Schülerzahlen der GRS seit 2013 von rund 200 auf nunmehr über 400 enorm entwickelt und zeugen von der großen Akzeptanz des Bildungsangebots in der Region.
Wir pflegen intensive Kooperationen mit Betrieben, Institutionen und Vereinen. Die Elternschaft und die Schülermitverantwortung (SMV) und auch der Schulförderverein sind wesentliche Säulen unserer Schulgemeinschaft. Dieser ist es auch wichtig, die Schule als kulturellen Mittelpunkt zu verstehen: Es werden Feste gefeiert, Konzerte, Adventsmärkte und auch Informationsabende zu Erziehungsthemen veranstaltet.
Schulprofil
Neben klassischen Unterrichtsarrangements, die als gruppenzusammenführende Lehr- und Lernbausteine weiterhin ihren festen Platz im Schulalltag haben, vermitteln die Villingendorfer Pädagogen die Inhalte und Kompetenzen des Bildungsplans praxisnah durch handlungsorientierte und ganzheitliche Konzepte, realwirtschaftende Schülerfirmen, zielorientierte Sozialprojekte sowie vielfältige Berufspraktika. Damit werden bei den Schülerinnen und Schülern die Fähigkeit zur Empathie, der Mut zur Eigeninitiative, soziale sowie personale Kompetenzen, Teamfähigkeit, Eigenverantwortlichkeit und die Motivation zum konstruktiven Umgang mit Herausforderungen gefördert.
Grünes Klassenzimmer und Apfelklasse:
Regionalität – Nachhaltigkeit – Berufsorientierung – Soziales Engagement
In Klassenstufe 5 nimmt das "Grüne Klassenzimmer" einen Schwerpunkt ein. Im Schulgarten und auf dem "Wiesle", einer Steuobstwiese in der Nähe der Schule, wird der Jahreslauf der Natur hautnah nachempfunden. Außerdem sind die Fünftklässler zuständig für die Schulhühner. Sie versorgen sie und beschäftigen sich im Rahmen des Unterrichts beispielsweise mit den Rassen, der Verwertung von Produkten, den Verhaltensweisen und der Einbindung in die Schule. Die Klassenstufe 6 heißt bei uns Apfelklasse. Sie führt die Apfelernte durch, verarbeitet diese und kümmert sich neben der Vermarktung der Produkte auch um die Außendarstellung des Konzepts. Die erwirtschafteten Einnahmen dienen als finanzielle Grundlage für die Klassenfahrt nach Irland in Klassenstufe 7. Durch das Apfelkonzept werden Unterrichtsinhalte und außerschulische Aktivitäten miteinander vernetzt. Die Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler hierbei sammeln, dienen als wichtiger Beitrag zur Berufsorientierung. Außerdem rückt das Thema „Streuobstwiese“ in den Mittelpunkt des Interesses der Jugendlichen. Die geernteten Äpfel stammen aus dem Einzugsgebiet der Kinder. Gerade Menschen, die ihre Streuobstwiesen nicht (mehr) selbst bewirtschaften können, freuen sich sehr über zusätzliche Hilfe bei der Ernte und nehmen das Angebot gerne wahr. Die organisatorische Ausrichtung des Konzepts ist an den Jahreslauf des Apfelbaums angepasst.
Die Irlandklasse entführt auf die grüne Insel
Zur unterrichtlichen und organisatorischen Vorbereitung eines Landschulheimaufenthaltes an der Westküste Irlands arbeiten die Schülerinnen und Schüler in der Irlandklasse themenprojektorientiert zusammen. Die Siebtklässlerinnen und Siebtklässler erwirtschaften dabei im Rahmen ihrer Schülergenossenschaft einen Großteil der für die Klassenfahrt anfallenden Kosten. Kooperationen mit verschiedenen Betrieben und Einrichtungen sowie die Einbindung unterrichtlicher Inhalte der Fächer Deutsch, Englisch, WBS (Kontoführung, Finanzen, Outfitproduktion), Mathematik, Geschichte (Mittelalter), Erdkunde und Musik (Tin Whistle) sowie teambildende Prozesse begleiten das Konzept der Irlandklasse. Das Resultat ist somit nicht nur eine unvergessliche Reise auf die "grüne Insel" einschließlich zahlreicher kultureller und sprachlicher Eindrücke, sondern auch soziales Lernen und Förderung von personalen und sozialen Kompetenzen.
Durch die Kooperation mit dem Schirmherrn MS-Schramberg wird die Schülergenossenschaft "Irlandklasse" fachkundig betreut und begleitet. Bereits bei der Kontoeröffnung werden die Schüler in der Bank beraten.Die Schüler können sich insbesondere durch die geplante Gründung einer Schülergenossenschaft ihren Kompetenzen entsprechend in den verschiedenen Abteilungen (Finanzen, Einkauf/Verkauf, Produktion/Dienstleistung, Marketing) eigenverantwortlich und teamorientiert einbringen. Im Angebot stehen Dienstleistungen wie Heurechen, Gartenarbeiten, Holz stapeln und vieles mehr. Höhepunkt einer jeden Firmengeschichte ist ein irisches Konzert. Eine hierfür eigens eingeladene Band rockt in der Turn- und Festhalle und entführt musikalisch nach Irland, während die Irlandklasse das Catering übernimmt. Betriebserkundungen der Kooperationspartner und der Besuch des Flughafens Stuttgart ergänzen das Irlandkonzept.
Kompassklasse gibt Orientierung
In Klassenstufe 8 liegt ein großer Schwerpunkt auf frühzeitiger beruflicher Orientierung. Neben BO aktiv, werden in der Bildungsakademie Rottweil in Kooperation mit der Handwerkskammer Konstanz im Rahmen von "ProBeruf" innerhalb von zwei Wochen gleich mehrere Berufsbilder des Handwerks praxisnah kennengelernt. Zwei weitere einwöchige Praktika schließen sich im Laufe des Schuljahres an, zielgerichtet und individuell abgestimmt mit den über 100 Partnerbetrieben auf der map of jobs und darüber hinaus. Zahlreiche Ausbildungsbotschafter aller Bereiche besuchen die Kompassklasse, stellen sich und ihre Ausbildungsberufe vor und bieten Firmenbesichtigungen vor Ort an. Professionelle Bewerbungstrainings durch eingeladene Firmen runden das Konzept der Kompassklasse ab.
Assemblys stärken die Schulgemeinschaft von Klein und Groß
In regelmäßigen Abständen trifft sich die Schulgemeinschaft von Klassenstufe 1 - 10 zur sogenannten Assembly oder Schülervollversammlung. In der Turn- und Festhalle wird jeweils ein von unterschiedlichen Klassen oder Lerngruppen gestaltetes Programm aufgeführt. Dieses umfasst alle Bereiche, von Liedern und Theaterstücken bis zu interaktiven Vorträgen und Bilderpräsentationen. Zudem werden allgemeine Informationen multipliziert oder Ehrungen für besondere Leistungen ausgesprochen. Durch das in der Regel etwa einstündige Programm führen Schülerinnen und Schüler der SMV.
Sozialwerkstätten schweißen zusammen
Alle Schülerinnen und Schüler von Klassenstufe 6 bis einschließlich 9 nehmen an unserer sogenannten Sozialwerkstatt teil. Gemäß den individuellen Neigungen können die Kinder und Jugendlichen jahrgangsübergreifend zwischen verschiedenen Angeboten wählen. Ziel der Sozialwerkstatt ist die Förderung der personalen und sozialen Kompetenzen. Beispiele für Sozialwerkstätten sind die Streitschlichter, die Schulsanitäter, die SMV, die Teams des Schulgartens, des Zirkus, der Holzwerkstatt, der Medien- und Sportmentoren oder und die Schulhausgestalter.
Soziales Kompetenztraining
In den Klassenstufen 1 - 3 (halbjährlich) und 5 wird pro Woche eine Unterrichtsstunde Soziales Kompetenztraining (SKT) je Klasse abgehalten. Hier sind die Schwerpunkte auf die Bedürfnisse der jeweiligen Altersgruppen und auch die aktuellen Themen in den jeweiligen Klassen ausgerichtet. Nicht nur die Vermittlung der unten genannten Sozialkompetenzen stehen hierbei im Vordergrund, sondern auch die Stärkung der Klassengemeinschaft.
Ausbildungsbotschafter
Die GRS Villingendorf pflegt enge Partnerschaften mit zahlreichen Betrieben aus allen ausbildungsrelevanten Branchen von Handwerk, Industrie, Handel, Gesundheit & Soziales sowie Gastronomie, Finanzwesen und Öffentlicher Dienst. Sogenannte Ausbildungsbotschafter aus all diesen Bereichen, häufig Auszubildende und ehemalige Schüler der GRS, besuchen einzelne Lerngruppen und stellen sowohl Betrieb als auch die verschiedenen Ausbildungsberufe adressatengerecht vor. In einem weiteren Schritt besuchen nur die interessierten Schülerinnen und Schüler den jeweiligen Betrieb und vereinbaren danach bei ungebrochenem Interesse ein Praktikum. Diese Filter führen häufig zu handfesten Ausbildungsverhältnissen.
Regionales Berufsforum
Beim „Regionalen Berufsforum“ handelt es sich um eine Großveranstaltung mit weit über 65 ausstellenden Betrieben. Aus Reihen der Elternschaft stellen sich Messescouts zur Verfügung, die Schülerinnen und Schüler bei Bedarf individuell unterstützen. Zusammen mit der Arbeitsagentur, der Genossenschaft Campus Schule-Wirtschaft, der Handwerkskammer Konstanz, der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und dem Elternbeirat wurde von unserem Team der Berufsorientierung ein pädagogisches Messekonzept entwickelt, das speziell auf das Schülerklientel zugeschnitten ist. Den überaus wertvollen gemeinsamen Austausch während der Umsetzung nebst Vor- und Nachbereitung will keiner der Beteiligten mehr missen.
Map of jobs
Zur übersichtlichen und interaktiven Darstellung entwickelte die Schule eine eigene, auf der Schulhomepage integrierte App, die „map of jobs“. Hier können sich die Partnerbetriebe der verschiedensten Branchen mit ihren Ausbildungsangeboten und konkreten Ansprechpartnern präsentieren. Dabei stehen als Filter nicht nur Branchen und Ausbildungsberufe, sondern eine auf „googlemaps“ basierte Karte zur Verfügung. Mehr als 100 stets aktuell gehaltene Einträge sind hier derzeit vermerkt.
Kochmeisterschaften
Immer jeweils parallel zu den Fußballeuropa- oder weltmeisterschaften schlüpfen die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassenstufe in die Rolle von „Kochnationen“. In spannenden Ausscheidungsrunden kochen die Dreierteams gegeneinander und schießen „Tore“ durch Geschmack, Kreativität, Service, Tischdekoration, Originalität und Küchenhygiene. In einem großen Finale besteht die Jury aus Vertretern wie der lokalen Gastronomie, Vertretern der Industrie- und Handelskammer, der Landeskochschule Villingen und dem Bürgermeister. Das Berufsfeld der Gastronomie erfuhr hierdurch nachhaltig Aufwind.
Zahlreiche Auszeichnungen
Während die Apfelklasse 2013 mit dem „Schülerpreis“ der Stiftung Kinderland gewürdigt wurde, erhielt das Konzept der "Irlandklasse" 2013 im Stuttgarter neuen Schloss den bronzenen Bären der Stiftung Würth. Im Rahmen einer Feierstunde, ebenfalls 2013, zeichnete der Präsident der Deutsch-Irischen Juristen- und Wirtschaftsvereinigung e.V. (DIJW), Herr Elmar Conrads-Hassel, das Konzept mit dem German-Irish Business Award 2013 aus. Botschafter Michael Collins besuchte 2017 die Grund- und Werkrealschule Villingendorf und zeichnete das Konzept mit der Ehrung „An Duais Award“ aus. Das Konzept der „Irlandklasse“ erhielt 2019 vielbeachtet den Deutschen Lehrerpreis – Unterricht innovativ in Berlin. 2021 wurden Konrektorin Eugenia Remisch und Schulleiter Rainer Kropp-Kurta mit dem Sonderpreis Corona als "vorbildliche Schulleitung" mit dem Deutschen Lehrerpreis des Philologenverbands und der Heraeus-Stiftung bedacht. Den Kochmeisterschaften gelang der Bundessieg bei „Klasse, Kochen!“, was neben einer neuen Schulübungsküche auch den Einweihungsbesuch von Fernsehkoch Tim Mälzer mit sich brachte. 2022 wurde die Grund- und Werkrealschule beim Deutschen Schulpreis als eine der besten 15 Schulen bundesweit nominiert. Das berufsorientierende Konzept wurde mehrfach durch das Berufswahlsiegel BoriS zertifiziert und die Schule in der Gesamtkonzeption als „Starke Schule“ durch die Hertie-Stiftung gewürdigt. Über 30 Abschlussschüler wurden seit 2015 mit dem Landespreis Werkrealschule als landesbeste Absolventen vom Kultusministerium ausgezeichnet.
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